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Gemeinschaft für Heimatgeschichte e. V.
Neuhausen auf den Fildern
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1385 Neuhausen wird Teil Vorderösterreichs

50 Jahre nach dem Tod WERNERS DES TÜSSERs, am 6. Oktober 1381, verkaufte GRAF RUDOLF III. VON HOHENBERG seine ganze Herrschaft für 66 ooo schwere Goldgulden an den Herzog Leopold den Frommen von Österreich, weil er schuldenhalber seinen Besitz nicht mehr halten konnte. Graf Eberhard von Württemberg vermittelte dem Herzog ein Darlehen und erhielt dafür die Anwartschaft auf den halben hohenbergischen Besitz, sah sich aber bald bitter enttäuscht. Die Habsburger waren nämlich längst darauf bedacht, ihre Hausmacht in Süddeutschland durch den Erwerb von Land und Leuten zu vermehren und zu festigen, und gaben nichts mehr von dem heraus, was sie in ihren Händen hatten. Neuhausen war allerdings in den Kaufvertrag von 1381 nicht eingeschlossen. Es hieß darin ausdrücklich, "ausgenommen ist Nunhusen, die Vestin mit ihrer Zugehörd, die ich mir selbst behalten will". Wir wissen nicht, was den Grafen Rudolf von Hohenberg bewogen hat, Neuhausen vorerst zu behalten. Vielleicht legte er großen Wert auf die Wehrhafte Burg oder Vestin. Doch bald darauf, spätestens im Jahre 1385, kam auch Neuhausen unter die österreichische Oberherrlichkeit. Die Inhaber des Gutes waren fortan Lehensritter der Habsburger, deren Lehenshof in Innsbruck war. Die Habsburger verwalteten ihren hohenbergischen Besitz von Freiburg i. Br. aus. Dieser Behörde war das Oberamt Rottenburg unterstellt, dem Neuhausen unmittelbar zugeteilt war. Fast 4oo Jahre war Neuhausen ein Bestandteil von Vorderösterreich, bis dann Karl Alexander von Rotenhan im Jahre 1769 das Lehensband löste und der Ort sein freies Eigentum war.

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