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Gemeinschaft für Heimatgeschichte e. V.
Neuhausen auf den Fildern
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Die Geschichte der Herren von Neuhausen 
 
Berthold I. war der erste urkundlich verbürgte Angehörige des Geschlechts. Er stand als Dienstmann im Heeresgefolge des Kaisers Friedrich I., Barbarossa, (1122-1190). In einer Urkunde aus dem Jahre 1153, in der Kaiser Friedrich I. Graf Ludwig von Württemberg erlaubt das Reichlehen Elfingen dem Kloster Maulbronn zu schenken, tritt Bertold I. als Zeuge auf. 
 
Werner I., sein Sohn,  übernahm das adelige Gut. Er lebte noch im Jahre 1200 und war mit Kunigunde von Stein verheiratet, die ihm 5 Söhne und eine Tochter schenkte.  Die Tochter Hedwig war Nonne im Kloster Sindelfingen, der Sohn Berthold II. war dort Domherr und starb im Jahre 1252. Der jüngste Sohn Wolfram I. trat in das Kloster Denkendorf ein, wo er 1226 als Prior nachgewiesen ist.  

Zwei weitere Söhne sind im Jahre 1253 „auf den Fildern erschlagen worden, ob in offener Feldschlacht oder in einem Scharmützel ist unbekannt.  

Werner II. war demnach der einzige Stammhalter des Geschlechts.

Werner III., genannt der Tüsser, geboren im Jahre 1245, folgte ihm. Er heiratete 1269 Agnes von Hohenfels. Sie verstarb noch vor 1289. Er verheiratete sich dann mit Guta, der Tochter des Truchseß von Höfingen. Werner lebte in einer gefährlichen Zeit.  Deshalb übergab er das Rittergut im Jahre 1269 an den Grafen von Hohenberg und erhielt es als Lehen wieder zurück. Die Hohenberger mussten nun für den Schutz des Rittergutes sorgen. Werner verstarb hochbetagt im Jahre 1331.

Werner V. und Renhard I., seine Söhne,  teilten sich das Rittergut. Werner V. der Stammvater der Neuhäuser Linie war verheiratet mit Salome Herter von Herteneck.  Der Ehe entstammten zwei Söhne und fünf Töchter. Er verstarb im Jahre 1384.  

Werner VI. genannt Kneislin, sein Sohn, wurde im Jahre 1384 mit dem Rittergut von den Grafen von Hohenberg belehnt. Er war Lehensmann des Grafen Rudolf von Hohenberg, beschwörte den Burgfrieden in Bönnigheim. Er heiratete im Jahre 1391 Guta von Sachsenheim.

WernerVIII. übernahm das väterliche Gut im Jahre 1419 und verwaltete es bis zu seinem Tode.  

Er heiratete im Jahre 1419 Anna von Kaltenthal.

Werner IX. ältester Sohn von Werner VIII. wurde von Kaiser Friedrich  I. 1444 mit dem Gut belehnt.

Er verstarb nach 1452.  

Philipp, sein Bruder, kam dann in den Besitz. er verstarb um 1469.

Hans VI. war nach dem Tode seines Bruders der Träger des Erbes.

Er verheiratete sich im Jahre 1456 mit Barbara von Stadion. Er trat in den Dienst Graf Eberhards von Württemberg, der ihn zum Obervogt oder Oberamtmann von Schorndorf ernannte.  

Als Hans VI. am Bartholomäustag 1480 nach Gmünd ritt, lauerte ihn Eberhard von Urbach auf und erschoss den ahnungslosen Obervogt.

Friedrich II., sein Sohn, war dann Lehensträger. Er lebte in kinderloser Ehe mit Klara von Welden. Friedrich verstarb im Jahre 1494 und wurde in Neuhausen begraben.  Sein Grabstein befindet sich heute

in der Liebfrauenkapelle.  

Hans XI. , der Bruder von  Friedrich II., wurde von Maximilian von Österreich mit dem Rittergut beliehen. Er studierte auf mehreren Hoch-schulen und beherrschte die lateinische Sprache vollkommen und war ein sehr begabter Kopf. Im Jahre 1505 war er Vogt in Besigheim und von 1506 Hofrichter und Leiter des Hofgerichts. Dann war er Frauenhof-zimmermeister  bei der Herzogin in Stuttgart und später Hofmeister

in Nürtingen.

Im Jahre 1518 erlaubte ihm der Weihbischof von Konstanz, ein neues Haus bei der Kirche zu erbauen.

Er verstarb im  Jahre 1530. 

Friedrich III. der älteste Sohn von Hans, wäre der Lehensträger gewesen.

Er starb aber nach der Belagerung der Burg Weinsberg durch die Aufständischen des Bauernkrieges,

als die unterlegenen  Ritter durch die Spieße gejagt wurden. Sein Standbild befindet sich auf der Südseite des Rathauses.

Wilhelm II.,sein Bruder übernahm nun  das Lehen. Er heiratete im Jahre 1529 Veronika von Welden.

Er war damals schon in württembergischen Diensten, war Amtmann in Möckmühl und seit 1549 Obervogt des Klosters Steinheim. Als seine erste Frau verstorben war, heiratete er Ursula von Gemmingen, die Witwe des Max Stumpf von Schweinsberg und kam dadurch in den Besitz von Alfdorf.  Er verstarb im Jahre 1556.

Wilhelm IV. war der einzige Sohn von Wilhelm II. er ist in Möckmühl im Jahre 1534 geboren. Mit 22 Jahren heiratete er Maria von Rechberg. Er erstellte neben der alten Burg in den Jahren 1560 bis 1570 das untere Schloss, das heutige Rathaus. Durch Wilhelms Frau Maria von Rechberg kam das Dorf Winzingen in den Besitz der Familie. Im Jahre 1596 starb Wilhelm IV und wurde in Neuhausen begraben. Sein Standbild befindet sich in der Südseite des Rathauses.

Hans, genannt Hübschhans, sein Sohn, geboren 1559, war der Nachfolger. Er starb aber schon mit

30 Jahren, weil er dem Wein zu stark zugesprochen hatte. Seine Brüder Marx III. und Philipp II. traten

das Erbe an.

Marx III. ist im Jahre 1564 in Neuhausen geboren. Im September 1585 verlobter er sich mit Margaretha Anna Schenkin von Staufenberg. Ein Jahr später fand die Hochzeit statt. Die junge Frau starb nach der Geburt des ersten Kindes 1586. Zwei Jahre später heiratete Marx III. die Elisabeth von Freiberg. Sie verstarb im 16. Wochenbett im Jahre 1607. Eine dritte Ehe schloss Marx III. mit Patientia von Hohenegg. Marx III. verstarb im Jahre 1625.

Seine Frau überlebte ihn um 25 Jahre. Der jüngste Sohn Karl Georg verstarb im Jahre 1634 in Esslingen, wohin sich die adelige Familie vor anrückenden Soldaten geflüchtet hatte.

Philipp II. geboren 1572, diente in jungen Jahren am kurfürstlichen Hof in Mainz. Im Jahre 1592 heiratete er Anna Maria von Stein. Seine Frau starb schon im Jahre 1598 in Niederstotzingen.

Philipp II. ehelichte dann im Jahre 1599 Sofie Helene von Roth. Die beiden Kinder aus dieser Ehe starben in jungen Jahren. Eine dritte Ehe schloss Philipp im Jahre 1608 mit Walburga von Kaltental. Sie schenkte ihm

8 Kinder. Er verstarb im Jahre 1628. Seine Frau überlebte ihn um 34 Jahre.  

Hans Philipp, geboren 1665, war nun Stammhalter des Familienstammes. Er verheiratete sich 1642 mit Maria Jakobe von Berlichingen. Er starb schon mit 51 Jahren 1659.  

Hans Ernst, geboren 1647 und Wilhelm Philipp, geboren 1649, waren nun Erbträger.

Hans Ernst trat mit 18 Jahren in das württembergische Heer ein. Im Sommer 1681 ritt Hans Ernst mit seinem Bruder Wilhelm Philipp von Köngen nach Neuhausen. Auf dem Heimweg gerieten sie in einen Streit. Bei diesem streckte Wilhelm Philipp seinen Bruder mit einem Pistolenschuss nieder, er starb eine halbe Stunde später. Wilhelm Philipp wurde vom Gericht zu 2 Monaten Haft verurteilt.

Wilhelm Philipp war der letzte seines Stammes. Er war ein schlechter Verwalter des Rittergutes, von Jahr zu Jahr verschlimmerte sich die wirtschaftliche Lage. Er starb als letzter seines Zweiges im Jahre 1699 unter Hinterlassung von 30 000 Gulden Schulden. 

 

 

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