Georg Rieck

 

Rektor der Volksschule von 1898-1924


Geboren in Kottspiel bei Ellwangen am 14. Januar 1854. Im Lehrerseminar Gmünd empfing er die Berufsausbildung und bestand 1875 die Dienstprüfung.
Als 26 jähriger Lehrer bezog er die ständige Lehrstelle in Wißgoldingen, wo er zugleich Mesner, Leiter der Kirchenmusik und Rechner der Darlehenskasse war.‘
Nachdem sein Vorgänger Grimm in den Ruhestand getreten war, erhielt Rieck seine Stelle und traf am 12. Februar 1898 hier ein. Ein Jahr später ernannte ihn die Behörde zum Oberlehrer und Leiter der siebenklassigen Volksschule und am 1 April 1910 zum Rektor.
Ein Vierteljahrhundert hat sich Rieck als Lehrer, Erzieher und Schulleiter bewährt. Den Lehrern war er ein verständnisvoller und kluger Berater. Keinem von ihnen, auch sonst niemand in der Gemeinde drängte er seine Meinung auf, denn er liebte den Frieden und war zeitlebens auf den Ausgleich bedacht. Rieck, der sich auch in den Dienst des öffentlichen Lebens stellte, war von‘ 1900 bis 1933 gewissenhafter Rechner der Gewerbebank.
Der erste Weltkrieg hat dem kinderreichen Manne schwere Opfer abgefordert, zwei, seiner Söhne sind nicht zurückgekehrt.
Als er am 1. Februar 1924 in den Ruhestand trat, ehrten die Lehrer ihren scheidenden Rektor in einer schönen Feier, die Gemeinde verlieh ihm das Recht eines Ehrenbürgers.
Der Bürgerbrief lautet: „Herrn Volksschullehrer Riek wurde in dankbarer Anerkennung seiner großen Verdienste das Ehrenbürgerrecht verliehen und diese Urkunde zuerkannt."
Riek verbrachte den Lebensabend in Neuhausen und starb am 29. September 1938 im 85. Lebensjahr.

 

Textauszüge: Eugen Effinger, Heimatbuch von Neuhausen

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