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Gemeinschaft für Heimatgeschichte e. V.
Neuhausen auf den Fildern
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Protokollbuch des Ortsviehversicherungsverein Neuhausen

 

Gründung des Ortsviehversicherungsverein Neuhausen am 1.2 1932

 

Es ist vom Oberamt, sowie von Herrn Veterenär Dr. Stolpp schon lange der Wunsch, auch in Neuhausen einen Viehversicherungsverein zu gründen. Da bei einem Schaden keine Mittel mehr zu erhalten sind, so hat Herr Bürgermeister Rothenbacher die Mühe gegeben, am 31.1.1932 die Viehbesitzer zu einer Versammlung im Gasthaus zur Linde einzuladen. Er betonte hauptsächlich, wie notwendig es ist, auch hier einen Viehversicherungsverein zu gründen und in die Wege zu leiten.

Die anwesenden Viehbesitzer waren mit einer sofortigen Gründung des Vereins einverstanden und so wurde gleich zur Wahl geschritten.

Als 1. Vorstand wurde gewählt Josef Bayer, Bahnhofstrasse

als 2. Vorstand wurde gewählt Karl Schaller, Gartenstrasse

Ausschußmitglieder: Karl Balluff, Kesslerstrasse, Joh. Füllemann zur Schwane, Albert Bayer, Schmied, Karl Schaller, Gartenstrasse, Karl Müller, zur Traube

 

30 Mitglieder sind sofort in den Verein eingetreten: Der Eintritt in den Verein wurde auf 1 Mark und jedes Stück Vieh auf 30 Pfennig festgesetzt. Wir wünschen, dass alle Viehbesitzer in den Verein eintreten mögen, um gegenseitig bei Schaden einander zu unterstützen.

 

Einige Schadensfälle

 

Am 24. Juni 1932 wurde eine Kuh von Josef Preisser Maurer notgeschlachtet. Dieselbe wurde vom Tierarzt nicht freigegeben und mußte nach Kornwestheim geschickt werden. Preisser erhält 100 Mark aus der Kasse

 

9.3.1935

Bei Alois Lang mußte eine Notschlachtung angezeigt werden. Eine Kuh brach sich das Genick und das Fleisch wurde an die Mitglieder zu 60 Pfennig abgegeben. Der Erlös war 185 Mark.

 

19.9.1937

Preisser Josef Kirchstrasse 61 hatte eine Kalberl, die an Geburtsfolgen einging. Das Fleisch war ungenießbar und wurde an die Tiermehlfabrik Kornwestheim abgegeben.

 

17.7.1942

Maria Ernst Wittwe hatte eine Kuh, die eine Frühgeburt hatte und der Tierarzt gerufen werden mußte. Derselbe ordnete die Schlachtung an. Die Kuh mußte nach Esslingen ins Schlachthaus geliefert werden und wurde dort geschlachtet und als Freibankfleisch verkauft. Ernst erhält eine Entschädigung von 250 Mark.   

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