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Gemeinschaft für Heimatgeschichte e. V.
Neuhausen auf den Fildern
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Die Stuckateure

Johann Baptist Schaller wird 1905 zum königlichen Hofstuckateur ernannt

Die ältesten Vertreter des hiesigen Stuck-

ateurgewerbes entstammen dem Geschlecht

der Schaller. Der im Jahre 1782 geborene

Schuhmacher Josef Schaller hatte drei

Söhne, die sich dem Stuckateur Gewerbe

mit Erfolg widmeten und es auf ihre

Nachkommen vererbten. Franz Josef

Schaller begann um1840, Stuck- und

Kunstmarmorarbeiten auszuführen. Seine

beiden Söhne Johann Baptist und Josef

Anton entfalteten im In- und Ausland

eine ausgedehnte Tätigkeit. Es gibt kaum

ein Land in Europa, in dem beiden Brüder

nicht gearbeitet haben. Der bedeutendere

von ihnen, Johann Baptist Schaller, wurde

durch seine kunstgerechten Arbeiten im

Neuen Schloß in Stuttgart der Titel eines

Königlichen Hofstuckateurs verliehen.

In vielen Kirchen, Kapellen, Schlösser und Villen, Bankhäuser und Museen ist seine

Kunstfertigkeit und Kunstsinn noch zu spüren.

 

Sein Sohn, Hirschwirt Anton Schaller, führte die Kunstwerkstätte seines Vaters mit

großem Erfolg weiter. Er verbesserte die Technik und schuf in ungezählten Städten

Europas vollendete Meisterwerke. Seine Sohn Anton Schaller führte das Geschäft

mit weiter. Durch die Kriegseinwirkungen waren viele historische Gebäude teilweise

stark beschädigt, sodass die Stuckateure sehr viel Arbeit hatten. 


Der letzte Stuckateur der Familie Schaller ist Alfons Schaller. Ein anderer Stuckateur-

meister der zu erwähnen ist, war Karl Richard Mayer-Rosa. Mit 24 Jahren zog er nach

München, wo er in einem italienischen Stuckgeschäft Arbeit fand und dort das Stuck-

handwerk erlernte. Sein Weg führte ihn nach Innsbruck, Augsburg, Nürnberg, Mannheim,

Heidelberg und Colmar. Überall sammelte er reiche Erfahrungen und gründete nach

seiner Rückkehr nach Neuhausen eine eigene Kunstwerkstätte. Mit Vorliebe arbeitete er

mit Stuckmarmor und erfand einen abwaschbaren Portlandzementverputz. Er gehörte

35 Jahre der Innung des Bezirks Esslingen an und gab mehrere Marmorierkurse für

den beruflichen Nachwuchs.           

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