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Gemeinschaft für Heimatgeschichte e. V.
Neuhausen auf den Fildern
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Volk'sche Salon, Vollständig erhaltenes Salon-Ensemble                                               aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert   

Im Jahr 1994 vermachte MarcelIa Volk der Gemeinde Neuhausen ein kostbares Ensemble von vor allem ideellen Wert. Es besteht aus mehreren schwarz lackierten Möbelstücken und einer Polstergarnitur, verschiedenen kunsthandwerklichen Gegenständen, Porzellan, Fotografien, Noten, Zeichnungen, Schmuck, Besteck, einer Prunkuhr, einem Klavier und einer Sammlung unterschiedlichster Gegenstände.

Der ,,Volk‘sche Salon" entwickelte sich in den Jahren 1885 -1936, blieb als vollständiges Ensemble erhalten und vermittelt einen anschaulichen Einblick in die Geschichte und das Leben im ausgehenden 19. Jahrhundert in Neuhausen. 

 

Zu ihrer Hochzeit am 9. August 1885 hatten Albertine Bundschu und Josef Volk von den Brauteltern Möbelstücke im Neo-Renaissance-Stil geschenkt bekommen. Dieser Stil wird auch als ,,altdeutscher Stil" bezeichnet. Schon zwei Jahre vor seiner Hochzeit hatte Josef Volk die Lehrerwohnung im Unteren Schloss, dem heutigen Rathaus, bezogen. Hier wohnte er rund 40 Jahre  bis zu seinem Umzug in das Gebäude Schlossplatz 6 im Jahr 1924. 

Zwischen 1886 und 1936 war der Salon der Lehrerfamilie Volk nicht nur ein Treffpunkt für die Familie und für Freunde, sondern auch ein Zentrum des kulturellen Lebens in Neuhausen. Hier wurde gemeinsam gegessen und ge-trunken, gefeiert, musiziert und gesungen. Denn ab 1886 Ieitete Josef Volk für die folgenden 47 Jahre auch den Sängerbund bis zu dessen Auflösung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933. Oberlehrer Josef Volk war Leiter der gewerblichen Fortbildungsschule, Organist, Mitglied im Ortsschulrat, im Gemeinderat und im Kirchenstiftungsrat. 1940 richtete er im Gebäude Schlossplatz 6 einen Gemischtwarenladen ein, den seine Tochter Marcella Volk nach seinem Tod übernahm.  Sein Beruf und seine Reisen, Musik, Kunst und Kultur spielten eine zentrale Rolle im Leben von Josef Volk und seiner Familie. Und genau das zeigt auch heute noch der "Volk'sche Salon". 

 

Text: Elke Eberle

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